Was ist Lungenkrebs?

Die Bezeichnung Lungenkrebs ist ein Oberbegriff für zwei verschiedene Krebsarten, die im Bereich der Lunge entstehen können, nämlich für das Bronchialkarzinom und das pleurale Mesotheliom. Der Begriff Krebs beschreibt generell eine Entartung von Zellen. Unter einem Bronchialkarzinom versteht man entsprechend eine Entartung von Zellen des eigentlichen Lungengewebes, während es sich bei einem Mesotheliom um einen Krebs des Lungenfells (Brustfells) handelt. Das Mesotheliom tritt im Vergleich zum Bronchialkarzinom sehr selten auf.

Die Lunge und die Atmung

Die Lunge ist ein im Brustkorb gelegenes Organ, dessen Funktion die Atmung (Ventilation) ist. In den Lungenbläschen (Alveolen) wird Sauerstoff aus der Atemluft auf die roten Blutkörperchen übertragen. Das mit Sauerstoff angereicherte Blut gelangt dann über die Lungenvene zum Herzen, von wo aus es über die Aorta und die Arterien in den gesamten Körper verteilt wird. Die Zellen des Körpers benötigen den Sauerstoff für ihren Stoffwechsel und nehmen ihn auf. Das bei den Stoffwechselprozessen der Zellen anfallende Kohlendioxid hingegen muss entsprechend abgegeben werden und wird im Austausch mit dem Sauerstoff vom Blut aufgenommen. Über Venen wird es dann zum Herzen transportiert und von dort über die Lungenarterien zur Lunge gepumpt. Dort kann es aus dem Blut entweichen und ausgeatmet werden.

Formen von Lungenkrebs

Neben der Unterscheidung der zwei Formen des Lungenkrebses, dem Bronchialkarzinom und dem Mesotheliom, gibt es verschiedene Formen des Bronchialkarzinoms, die aufgrund von Gewebemerkmalen voneinander getrennt werden können. Dies sind:

  • Plattenepithelkarzinome
  • Adenokarzinome
  • kleinzellige Karzinome
  • großzellige Karzinome

Häufigkeit

Bei Männern und Frauen in Deutschland ist Lungenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung . Im Jahr 2006 waren es 32.500 Männer und 14.600 Frauen, die an Lungenkrebs erkrankten. Das durchschnittliche Erkrankungsalter von Lungenkrebs Patienten, bei dem die Diagnose gestellt wird, liegt bei etwa 69 Jahren. Die Erkrankungsraten von Lungenkrebs stehen stark in Verbindung mit Rauchen, da 90 % der an Lungenkrebs erkrankten Männer und 60 % der erkrankten Frauen über einen längeren Zeitraum hinweg geraucht haben.

Wie häufig dabei das Bronchialkarzinom im Vergleich zum Mesotheliom auftritt, belegen die folgenden Zahlen. Im Jahr 2001 wurde in Deutschland bei lediglich 1094 Menschen ein Mesotheliom diagnostiziert, dem gegenüber stehen über 46.000 Erkrankungen an Lungenkrebs. Das Mesotheliom wird in erster Linie durch Asbest verursacht und hat eine Latenzzeit von 20 bis 40 Jahren (Zeit zwischen dem ersten Kontakt und dem Ausbruch der Krankheit). Da Schätzungen davon ausgehen, dass in Deutschland 500.000 bis 1.000.000 Menschen einen gefährdenden Arbeitsplatz haben, also auf der Arbeit Asbest und anderen Schadstoffen ausgesetzt sind, sind steigende Zahlen der Neuerkrankungen für die nächsten Jahre zu erwarten. Der Gipfel der Neuerkrankungen wird für das Jahr 2020 prognostiziert.

Lydia Köper

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