Die Diagnose von Lungenkrebs

Zur Diagnose von Lungenkrebs sind eine Reihe verschiedener Untersuchungen notwendig, die im Allgemeinen dann durchgeführt werden, wenn ein Verdacht auf einen Lungenkrebs besteht. Der Verdacht stellt sich im Regelfall dann, wenn Patienten mit bestimmten Symptomen beim Arzt vorstellig werden. Gehören diese auch noch einer der Risikogruppen an und sind beispielsweise starke Raucher , erhärtet dies den Verdacht einer Lungenkrebserkrankung.

Symptome eines Bronchialkarzinoms

In frühen Stadien verursachen Bronchialkarzinome nur sehr selten Beschwerden. Diese sind zudem eher unspezifisch und können daher auch auf andere Erkrankungen hindeuten. Symptome sind:

  • lang anhaltender Husten
  • eine Verschlimmerung eines bereits vorhandenen chronischen Hustens
  • Blutbeimengungen im Auswurf
  • Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust,
    Atemnot, erhöhte Köpertemperatur
  • Lungenentzündungen, die nicht auf eine Behandlung ansprechen
  • Lähmungen und starke Schmerzen

*für Lungenerkrankungen untypische Beschwerden wie Gehirn- oder Rückenmarksentzündungen (paraneoplastisches Syndrom) – typisch für kleinzellige Lungenkarzinome

Symptome eines pleuralen Mesothelioms

Auch beim pleuralen Mesotheliom sind die frühen Symptome eher unspezifisch und führen daher oft zu einer Verzögerung der Diagnose. Die Symptome sind:

  • Kurzatmigkeit und Brustschmerzen
  • lang anhaltender Husten
  • Schmerzen im Schulterblatt oder unteren Rücken

Beim Fortschreiten der Erkrankung treten Flüssigkeitsansammlungen zwischen den beiden Schichten des Brustfells (Pleura) auf. Meist sind es erst die daraus resultierenden Beschwerden, die den Patienten veranlassen, einen Arzt zu konsultieren.

Diagnose eines Bronchialkarzinoms

Zur Diagnostizierung eines Bronchialkarzinoms wird in der Regel zunächst ein Röntgenbild angefertigt. Darauf können Tumoren ab etwa einem Zentimeter Größe dargestellt werden, liegen diese jedoch im zentralen Bereich der Lunge, sind sie schwer zu erkennen. Daher folgt meistens eine Computertomografie (CT) und eine Untersuchung des Hustenauswurfes (Sputum). Eine Untersuchung des Blutes kann durch die Bestimmung verschiedener Tumormarker ebenfalls Hinweise auf ein Bronchialkarzinom geben. Erhärten diese Untersuchungen den Verdacht, so wird im Allgemeinen eine Bronchoskopie (Lungenspiegelung) durchgeführt, bei der Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden.

Diagnose eines pleuralen Mesothelioms

Die Diagnose eines pleuralen Mesothelioms erfolgt meistens anhand einer sorgfältigen Auswertung der Ergebnisse verschiedener Diagnoseverfahren. Im Allgemeinen sind dies:

  • Computer-Tomografie (CT)
  • Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT)
  • Positronen-Emissions-Tomografie (PET)
  • Flüssigkeitsanalyse (Punktion)
  • Gewebeanalyse (Biopsie)

Die Flüssigkeitsanalyse hat sich aufgrund häufiger falsch-negativer oder unschlüssiger Ergebnisse als zweifelhafte Methode erwiesen. Neben den beiden Standardverfahren CT und MRT nimmt die PET einen immer wichtigeren Stellenwert ein, da sie als die beste Methode zur Bestimmung der Tumorlage angesehen wird. Das Verfahren ist jedoch relativ neu und wird daher nicht überall angeboten. Zur Entnahme einer Biopsie wird ein kleiner Schnitt durch die Brustwand gesetzt und ein Thorakoskop zwischen zwei Rippen hindurch in die Brustwand eingeführt. Dort wird eine Gewebeprobe entnommen, die anschließend unter dem Mikroskop begutachtet wird.

Lydia Köper

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